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Schloss Meyenburg – Wikipedia

Schloss Meyenburg
Volutengiebel im Stil der norddeutschen Renaissance.
Rückwärtige Ansicht vom Schlosspark aus auf die teils modernen Anbauten.

Das Schloss Meyenburg in der Landstadt Meyenburg in der Prignitz ist ein ehemaliger Adelssitz der Familie von Rohr, der heute vor allem als Modemuseum genutzt wird.

Schloss

Das Schloss Meyenburg war vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1914 Eigentum der Familie von Rohr, die aufgrund ihres Reichtums zu den dominierenden Familien der Prignitz gehörte. Es handelt sich entgegen dem Sprachgebrauch nach landläufiger Definition also nicht um ein Schloss im engeren Sinne, sondern um ein für die Region aufwändiges palastartiges Herrenhaus. Das zweigeschossige Gebäude aus Backstein besteht aus zwei Flügeln und hat die Form eines L. Die Bausubstanz bezieht Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Meyenburg mit ein und stammt aus dem 15. Jahrhundert, der Rest geht auf Bauten des 16. Jahrhunderts zurück. Der Baukörper wurde insgesamt 1865–66 durch den Berliner Baumeister Friedrich Adler im Stil der norddeutschen Renaissance überformt, die in der Fassadengestaltung der Giebel besonders zu Tage tritt. Erneute Umbauten fanden 1914 statt. Die Sanierung und Instandsetzung in den Jahren 1996–2002 stellte den Zustand von 1866 wieder her. Das Schloss wird heute als Modemuseum, Schlossmuseum und Öffentliche Bibliothek genutzt. Das Schloss und der Schlosspark sind denkmalgeschützt.[1]

Schlosspark

Der heutige Park geht auf eine Anlage durch den Berliner Hofgärtner Fink im Jahr 1868 zurück, die über die Jahre stark verwilderte und 1997 restauriert wurde. Der Park wird im Osten durch die Stepenitz begrenzt.

Modemuseum Schloss Meyenburg

Das Modemuseum Schloss Meyenburg zeigt Teile der umfangreichsten europäischen Modesammlung von Kleidermode des 20. Jahrhunderts von 1900 bis 1970, die von der Ost-Berliner Sammlerin Josefine Edle von Krepl zusammengetragen wurde. Von Krepl eröffnete in der DDR die erste Boutique in Ost-Berlin. Nach der Ausreise im Frühjahr 1989 kehrte die österreichische Adlige nach der deutschen Wiedervereinigung an den Prenzlauer Berg zurück.

Bibliothek

Drei Räume beherbergen eine kleine öffentliche Bibliothek mit 10.000 Medieneinheiten zur Ausleihe.[2]

Literatur

  • Torsten Foelsch: Schloß Meyenburg. In: Sibylle Badstübner-Gröger (Hrsg.): Schlösser und Gärten der Mark. Berlin 2002 (2. Auflage 2010).
  • Peter Goralczyk: Meyenburg. Die Baugeschichte des Schlosses. In: Brandenburgische Denkmalpflege, Heft 2/2006, Berlin 2006, S. 27 ff.
  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Band Brandenburg. Berlin 2000, S. 658, ISBN 3-422-03054-9.

Weblinks

Commons: Schloss Meyenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Prignitz (PDF) Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
  2. Über uns. bibo-meyenburg.de; abgerufen am 14. März 2014.